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Darstellung der Arbeit in eigenen Worten
Meine Arbeit der letzten Jahre sind Paperworks/Papiercollagen, wie ich sie nenne. Sie bestehen aus verschiedenen Papieren, die ich an den jeweiligen Orten der Welt sammle und später in meinem Studio zu Hause in meinen Erinnerungsbildern verarbeite. Erinnerungen werden erst im Studio nach meinem Aufenthalt oder einer langen Reise an einen geschichtsträchtigen Ort bearbeitet oder fließen in die Bilder ein. Es sind nicht nur Erinnerungen, sondern meine Stimmungslandschaften - Papiere der Erinnerung - Spur der Emotionen.
Neben den Papierarbeiten entstehen auch dokumentarische Serien, die sich mit dem Ort auseinandersetzen, in dem ich mich befand. Daher suche ich verschiedene Orte auf, um immer wieder neue Inspirationen zu bekommen.
Die Farbe spielt u.a. eine wichtige Rolle in meinen Bildern. Sie unterstreicht die jeweiligen Stimmungen in meinen Collagen. Ich verwende die drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau und lasse so im Bild selbst verschiedene Farben entstehen. Die Farbschichten werden dünn und schichtartig aufgetragen. So wachsen die Bilder langsam und verdichten sich in Form und Farbe. Nicht nur die Farbschichten verdichten sich, auch Papierschichten im Bild ergeben nach der Entstehungsphase ein Ganzes.
Mein Interesse gilt in erster Linie den Menschen und der Kultur, dem Ort und der Umgebung sowie der Geschichte, die sich in Dingen, Lebensformen und Denkweisen objektivieren.
Ich möchte mit meiner Arbeit kulturelle Brücken bauen. Oft arbeite ich auch mit Künstlern in den jeweiligen Orten der Welt zusammen, d.h: in Ausstellungsprojekten oder im Kulturaustausch.
Gegenseitiges Interesse und Tolerierung der jeweiligen Kultur bringen uns auf dem Weg zum Frieden.
Antje Siebrecht
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